
Am 03. Juli jährt sich Franz Kafkas Geburtstag zum 125. Mal. Heute vor 84 Jahren, am 03. Juni 1924 starb er in Kierling (bei Klosterneuburg / Niederösterreich).

Calvin & Hobbes fürchten sich vor kafka dreams "if you don't get a good night kiss", für die Reporterin des Rolling Stone ist Sex mit Alvy Singer "ein wirklich kafkaeskes Erlebnis. Ich mein' das als Kompliment." und Adorno wusste: "Die Beliebtheit Kafkas, das Behagen am Unbehaglichen, das ihn zum Auskunftsbüro der je nachdem ewigen oder heutigen Situation des Menschen erniedrigt und mit quickem Bescheidwissen eben den Skandal wegräumt, auf den das Werk angelegt ist, weckt Widerwillen dagegen, mitzutun und den kurrenten Meinungen eine sei's auch abweichende anzureihen." Benjamin, Camus, Canetti und Deleuze/Guattari haben über ihn geschrieben, ebenso Martin Walser (seine Dissertation) und Klaus Wagenbach, die dienstälteste Kafkawitwe. Im germanistischen Pro-Seminar wird Kafka immer wieder gerne aus der Beziehung zu seinem Vater heraus erklärt, und mit "Die Verwandlung" als Schullektüre, wurde er vielen auf Jahre vergällt.
Bei seinem frühen Tod war Kafka nur wenigen bekannt. Erst durch die von Max Brod aus dem Nachlass herausgegebenen Werke - etwa "Der Process" und "Das Schloss" - wurde er berühmt.

Kafka hat "höllisch gerne" vorgelesen. Andere tun das auch. Eine Auswahl der zu Lebzeiten erschienen und der nachgelassenen Kurzprosa Kafkas, gelesen unter anderem von Monica Bleibtreu, Christiane Paul, Mathieu Carrière und Hanns Zischler (sein "
Kafka geht ins Kino"; sehr empfehlenswert) ist nun zusammen mit Musik von Max Brod als Hörbuch erschienen: "
Kafka Collection".
Mechthild Großmann, Dirk Bach und Mario Adorf haben ebenfalls gelesen (Großmann vollständig "Die Verwandlung", Bach unter anderem "Ein Hungerkünstler", Adorf "In der Strafkolonie"). 5 CD, 350 Minuten: "
Kafka: Erhören!"