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Buchmesse Spezial

 

Neuseeland auf der Buchmesse

17. Oktober 2012 | Geschrieben von T-Team

In Frankfurt war dieses Jahr Neuseeland der Ehrengast. Die Literatur des Landes sollte besonders in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden, was den Veranstaltern auch irgendwie gelang. Dem wunderschönen Land wurde fast eine ganze Halle gewidmet, dazu auch noch der extra Stand und einige interessante Auftritte von Neuseeländern.

 

Das Transatlantik-Team ließ es sich aber natürlich nicht nehmen, die Vorstellung unseres Ehrengastes mit eigenen Augen zu begutachten.

Zu dritt gingen wir in die Halle, die für die Neuseelandpräsentation genutzt wurde. Nachdem wir dann durch die riesige Mensa voller „Das Erste“-Plakate und -Leute gelaufen waren (die ja auf den ersten Blick eher weniger mit Neuseeland zu tun haben), kamen wir schließlich nach oben zum „Forum 1“. Hier wurde gleich eine ganze Cafeteria dafür genutzt, den Besuchern die neuseeländische Küche nahe zu bringen und sie mit Spezialitäten aus dem fernen Land zu verwöhnen. Da unsere kleine Gruppe sich aber brennend für das Video zum Thema „Literatur in Neuseeland“ bzw. „He moemoēa he ohorere / While you were sleeping / Bevor es bei Euch hell wird” interessierte, verzichteten wir schweren Herzens darauf, diese kulinarische Vielfalt zu kosten.

 

Stattdessen ging es für uns eine weitere Rolltreppe nach oben, um den Raum zu finden, in dem das Video vorgestellt werden sollte. Ein riesiges Plakat mit der Aufschrift: „WHILE YOU WERE SLEEPING“ vor einem schönen, blauen Mond (der an eine Mischung aus Die Schlümpfe und Twilight erinnerte) wies uns dezent darauf hin, dass wir richtig waren. Vor lauter Vorfreude hätten wir beinahe die zwei netten Menschen, die vor dem Eingang zu besagtem Raum standen, übersehen. Ihre Stimmen erreichten uns aber glücklicherweise gerade noch, denn hätten wir ihre Warnung nicht wahrgenommen, dann wären wir wohl höchstwahrscheinlich auf die im fahlen Licht schimmernden Flächen gestiegen, die „kein Boden, sondern Wasser“ waren.

 

Tatsächlich war der blaue Mond, den wir schon auf dem Plakat betrachten durften, über der faszinierenden Wasserfläche wunderschön. Wo immer in dem dunklen Raum keine schwarzen „Bänke“ standen, waren riesige Leinwände aufgebaut, auf denen man zunächst einen Countdown zum erneuten Start des Videos sehen konnte, und natürlich das allgegenwärtige Motto für das Gastland, das überall war.
Wir ergatterten uns Top-Plätze auf dem Boden vor einer der Leinwände. Es waren sehr viele Leute zugegen, was nicht verwunderlich war, schließlich wollte sich niemand dieses Spektakel entgehen lassen.
Nach den ersten fünf Minuten war zwar immer noch unklar, in welcher Sprache der Film war (Englisch, Deutsch oder doch eine uns unbekannte Sprache, die man offenbar in Neuseeland spricht?) aber durch die ganzen Wörter, die nur so über die Leinwände flogen, konnten wir immerhin davon ausgehen, dass das Thema des Films unmissverständlich „Literatur in Neuseeland“ war. Leider hatten wir keine Zeit mehr, den Film zu Ende zu sehen, denn nach ca. 10 Minuten mussten wir schon wieder gehen (Wir hatten immerhin noch ein paar Flyer zu verteilen), daher wissen wir nicht, wie es nach den Buchstaben und durcheinander gewürfelten Ausschnitten neuseeländischer Filme weiter ging.

 

Zu dem extra Stand, der neuseeländischen Verlagen gewidmet wurde, ging unterdessen eine andere Gruppe. In Halle 8 lagen dort Broschüren, Flyer und sehr interessante Bücher aus Neuseeland aus. Da hatten sich die 10 Minuten Fußmarsch durch die Kälte doch gelohnt.

 

Das Highlight für die meisten waren die ansprechenden Veranstaltungen und Tänze, die eigens für die Buchmesse angereiste Neuseeländer aufführten. Es konnte aber leider niemand aus dem Transatlantik-Team eine dieser Aufführungen genießen, was wir tatsächlich sehr bedauern. Wir gehen aber davon aus, das es sehr schön gemacht war.

 

Alles in allem haben sich die Veranstalter sehr große Mühe gemacht, Neuseeland in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.

Mal schauen, was die nächsten Ehrengäste sich einfallen lassen - wir freuen uns schon auf das Jahr 2013, wenn es heißt:
Willkommen auf der Buchmesse, Brasilien!

 
 

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