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Reiseführer

 

Literarischer Spaziergang durch München

10. Oktober 2012 | Geschrieben von T-Team

  

Nach den literarischen Spaziergängen durch Lübeck, Berlin und Hamburg möchten wir euch heute mit nach München, einer der größten Büchermetropolen in Europa, nehmen.

 

Auch hier nimmt die Literatur eine bedeutende Position ein. Lasst euch von uns auf einen Spaziergang zu den bedeutendsten Münchener Literaturschauplätzen mitnehmen und folgt den Spuren von Thomas Mann, Heinrich Heine und Co.

   

 

Literaturhaus München
 

Im Herzen Münchens wurde am historischen Salvatorplatz im Juni 1997 das Münchner Literaturhaus eröffnet.
Internationale Bestseller werden hier neben Texten junger Autoren präsentiert. Für kontroverse Diskussionen aktueller politischer und kultureller Themen ist hier ebenso Platz wie für Prosa, Pop und Poesie. Als Mittelpunkt des literarischen Lebens bietet das Haus mit jährlich etwa fünf Ausstellungen, 150 Lesungen und Workshops Raum für Annäherungen an Autoren und ihre Bücher.

 

Thomas Mann-Bär

Der ausgestopfte russische Braunbär stand im Foyer des Münchner Hauses von Thomas Mann in der Poschingerstraße. Ursprünglich ein Geschenk an Thomas Manns Eltern in Lübeck, hatte das Familienmaskottchen alle Umzüge mitgemacht. Nach der Emigration der Familie Mann im Jahr 1933 wurde der Bär von dem Münchner Geschäftsmann Josef Michael Matt erworben und in dem Schaufenster des Lederwarengeschäfts Matt in der Sendlinger Straße aufgestellt. Maria Matt, die den väterlichen Laden übernahm, siedelte in den 50er Jahren in die Kreuzstraße über. Bis zu ihrem Tod am 14.11.2000 war der Bär im Schaufenster des kleinen Ladens gegenüber der Kreuzkirche zu sehen. Der Erbe Maria Matts, Thomas Kleinsteuber, gab den Bären als Dauerleihgabe an die Stadt München, damit er im Literaturhaus für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

Bayerische Staatsbibliothek

Als zentrale Landes- und Archivbibliothek hat die Bayerische Staatsbibliothek seit 1999 die Rolle der Fachbehörde für alle Angelegenheiten des bayerischen Bibliothekswesens inne. In diesem Rahmen ist sie maßgeblich an allen landesweiten Planungs- und Koordinationsaktivitäten im Bibliothekswesen beteiligt. Aufgrund ihrer Dienstleistungsfunktion für den Wissenschaftsstandort Bayern wurde die Bayerische Staatsbibliothek 2006 in das Bayerische Hochschulgesetz aufgenommen. Darüber hinaus koordiniert sie im Rahmen des  „Bayernkonsortiums“ die Lizenzierung elektronischer Zeitschriftenangebote und Fachdatenbanken, sowie E-books für alle Hochschulen des Freistaates.
Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt seit 1663 das Pflichtexemplarrecht für bayerische Publikationen, die sie sammelt, erschließt, auf Dauer archiviert und ihren Nutzern zur Verfügung stellt.

 

Radspielerhaus und Dichtergarten

Vom Spätjahr 1827 bis zum Sommer 1828 lebte Heinrich Heine in München - im sog. Radspielerhaus in der Hackenstraße 7. Hier war er als Redakteur für den Cottaschen Verlag tätig. Unter seiner Leitung erschienen zwei Bände der „Neuen Politischen Annalen“, für die er einen Teil seiner „Englischen Fragmente“ schrieb. Eine Statue mit seinem Abbild gibt es u.a. im sog. Dichtergarten, auch Finanzgarten oder Finanzgärtchen genannt. Er ist in etwa zwei Hektar groß und liegt in der Innenstadt Münchens, zwischen Von-der-Tann-Straße, Hofgarten und dem Prinz-Carl-Palais. Die leicht hügelige Gartenlandschaft entstand auf dem Gelände einer Bastion aus dem Dreißigjährigen Krieg. Der Garten ist vorwiegend bewaldet.

 

Neuhausen

Der deutsche Schriftsteller Alfred Andersch - geboren 1914 in München, gestorben 1980 in Berzona – wurde hier geboren. Andersch gilt als ein bedeutender zeitkritischer Autor der Nachkriegsliteratur. Zudem war er Herausgeber literarischer Zeitschriften, Rundfunkredakteur und Gründungsmitglied der Gruppe 47.

 

Herzogpark

Thomas Mann und seine Familie lebten von 1910 bis 1933, also mehr als zwanzig Jahre, im Münchener Herzogpark. In dieser Zeit entstanden wichtige Werke wie "Der Tod in Venedig" (1913) und "Der Zauberberg" (1924).

 

Bogenhausen

Am rechten Isar-Hochufer befindet sich der Bogenhausener Friedhof, offiziell Friedhof Bogenhausen oder Friedhof St. Georg genannt. Der kleine Friedhof entwickelte sich seit der Mitte des 20. Jahrhunderts zur bevorzugten Begräbnisstätte prominenter Künstler (u.a. Erich Kästner, Annette Kolb, Wilhelm Hausenstein, Emil Preetorius, Hans Knappertsbusch, Oskar Maria Graf, Rainer Werner Fassbinder) und gilt daher als Spiegelbild Münchner und deutscher Kultur- und Geistesgeschichte. 

  

Bildquellen: www.wikipedia.de

Bild 1: Das Literaturhaus in der Altstadt Münchens am Salvatorplatz. 05.07.2010 Eigenes Werk, Urheber: Schlaier
Bild 2: München, Bayerische Staatsbibliothek (Ludwigstraße 16) Friedrich von Gärtner, 1832-1842. März 2011. Eigenes Werk. Urheber: Janericloebe

 
 

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