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Die Amerika-Gedenk-Bibliothek

17. September 2012 | Geschrieben von T-Team

„Die Gründung beruht auf der unbegrenzten Freiheit des menschlichen Geistes. Denn hier scheuen wir uns nicht, der Wahrheit auf allen Wegen zu folgen und selbst den Irrtum zu dulden, solange Vernunft ihn frei und unbehindert bekämpfen kann.“ – Thomas Jefferson

 

Heute vor genau 56 Jahren wurde die Amerika-Gedenkbibliothek als Geschenk der USA an Berlin nach der überstandenen Blockade (1948/1949) durch die Sowjetunion eröffnet.

Die von deutschen und amerikanischen Architekten konzipierte AGB ist heute Bestandteil der Zentral- und Landesbibliothek Berlin und ist eine der größten Bibliotheken in Berlin.

 


Früher verfolgte man mit der Amerika-Gedenkbibliothek das Konzept einer Public Library, eine Bibliothek, die mehr die öffentlichen denn die speziellen Bedürfnisse erfüllt. Das Besondere daran war, die Offenheit gegenüber den Benutzern, da die Buchbestände frei zugänglich für sie waren.


Die AGB war für Berlin jedoch nicht die Zentrale Stadtbibliothek, weil die eigentlichen Stadtbüchereien bezirksweise organisiert waren. Von 1965 bis 1994 war die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin als Pflichtexemplarbibliothek mit der Archivierung der regionalen Buchproduktion beauftragt.


Später erfüllte die AGB den Zweck einer universellen Spezialbibliothek und ist heute zwischen einer zentralen (Groß-)Stadtbibliothek und einer Universitätsbibliothek anzusiedeln.


Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die Amerika-Gedenkbibliothek im ehemaligen West-Berlin und die Berliner Stadtbibliothek im ehemaligen Ost-Berlin zur Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) zusammengefasst, die jedoch auch weiterhin aus den Häusern beider Bibliotheken besteht. Die ZLB ist Mitglied im VÖBB (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins).

 

Dean Acheson, Außenminister der USA, bei der Grundsteinlegung am 29. Juni 1952:
„Wir legen heute den Grundstein nicht nur zu einem Gebäude, sondern zu einem Symbol unserer gemeinsamen Sache und unseres gemeinsamen Handelns, das – was vielleicht noch wichtiger ist – zeigt, wie sehr die Freiheit, die wir erstreben, im Grunde eine recht einfache, anspruchslose und persönliche Angelegenheit ist. Es ist die Freiheit zu lernen, zu studieren, die Wahrheit zu suchen. Sie ist das wesentliche Merkmal einer freien Gesellschaftsordnung und der Ursprung unserer größten Kraft … In Amerika versinnbildlicht die Public Library diese Anschauung.“

 
 

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