Reiseführer
Literarischer Spaziergang durch Lübeck
Endlich geht es weiter mit unserem Reiseführer hier auf Transatlantik! Diesmal folgen wir unter anderem den Spuren der berühmten Schriftsteller-Brüder Heinrich und Thomas Mann, und nehmen euch mit in die alte Hansestadt Lübeck…
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Das Buddenbrookhaus
Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum
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Mengstraße 4
23552 Lübeck
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1842 kaufte Johann Siegmund Mann jun. (1797–1863) das Haus, auf Wunsch von dessen zweiter Ehefrau Elisabeth Marty, deren Mutter dort aufgewachsen war. Thomas Johann Heinrich Mann (1840–1891) übernahm das Handelsgeschäft seines Vaters Johann Siegmund Mann jun. am 1. Januar 1863. Er leitete die Firma Johann Siegmund Mann in dritter Generation, verlegte aber den Firmensitz 1882 in die Beckergrube. Die Mengstraße blieb das Wohnhaus seiner Eltern, der Großeltern Thomas Manns. Es verkörperte die bürgerliche Tradition, die seine Kinder später als ihren Hintergrund verstanden. Die Großmutter Heinrich und Thomas Manns, die Konsulin Elisabeth Mann, geb. Marty, lebte bis zum 6. Dezember 1890 im Buddenbrookhaus.
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Nach 1933 wurde, um die ständige Erinnerung an Thomas Mann zu vermeiden, das Gebäude in Wullenweberhaus umbenannt. Während des Luftangriffs auf Lübeck in der Nacht des Palmsonntag 1942 wurde auch das Haus in der Mengstraße 4 ein Opfer des Infernos, das zwei Fünftel der historischen Altstadt zerstörte. Vom Buddenbrookhaus stand nur noch die Fassade mit blinden Fensterhöhlen. Sie und der barocke Gewölbekeller blieben als einzige erhalten. 1957/58 veranlasste eine Genossenschaftsbank den Wiederaufbau des Hauses.
1991 entschloss sich die Hansestadt Lübeck mit Unterstützung unter anderem durch die Bundes- und Landesregierung und die Lübecker Bürgerschaft, das Buddenbrookhaus zu kaufen und zu einem Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum auszubauen, das Forschungs- und Gedenkstätte zugleich werden sollte.
Seine herausragende Bedeutung erhält das Haus dadurch, dass es in die Weltliteratur eingegangen ist, indem es den Schauplatz für den Roman Buddenbrooks abgegeben hat. Die sich über vier Generationen hinziehende Geschichte der Romanfamilie Buddenbrook, die in vielen, aber lange nicht in allen Details der Geschichte der Familie Mann gleicht, spielte sich zu großen Teilen hinter der heute noch stehenden spätbarocken Fassade ab.
Im Haus befindet sich ein Museum mit zwei festen Ausstellungen: „Die Buddenbrooks – Ein Jahrhundertroman“ und „Die Manns – eine Schriftstellerfamilie“. Ferner gibt es eine Etage für wechselnde Sonderausstellungen. Das Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum ist Forschungsstätte und Trägerorganisation der Ausstellungen und literarischen Veranstaltungen.
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Das Günter-Grass-Haus
Forum für Literatur und bildende Kunst
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Glockengießerstraße 21
23552 Lübeck
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Das Günter Grass-Haus ist ein Gebäude in der Lübecker Altstadt, das dem literarischen, malerischen und plastischen Schaffen des bei Lübeck lebenden deutschen Literaturnobelpreisträgers Günter Grass gewidmet ist. Träger der Gedenkstätte ist die Kulturstiftung Hansestadt Lübeck. Eröffnet wurde es im Oktober 2002.
Das sanierte Altstadthaus in der Glockengießerstraße befindet sich unterhalb der Katharinenkirche.
Über die rückwärtigen Gärten besteht eine Verbindung mit der Außenstelle der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung in der Königstraße, dem 2007 eröffneten Willy-Brandt-Haus Lübeck. Die Verbindung wurde als Skulpturengarten mit einem Stück der Berliner Mauer gestaltet. Günter Grass befürwortet eine rückwärtige Verbindung mit den Bürgergärten östlich der Königstraße bis zum Heiligen-Geist-Hospital.
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