Buchtipp der Woche [Roadnovels]
»Die Frau im gepunkteten Kleid« von Beryl Bainbridge
“The older one becomes the quicker the present fades into sepia and the past looms up in glorious technicolour”
- Beryl Bainbridge
Sommer 1968: Die USA sind noch immer aufgewühlt von den Attentaten an Martin Luther King und John F. Kennedy, als sich die 29-jährige Engländerin Rose mit einem One-Way-Ticket und einem gepunkteten Kleid im Gepäck auf den Weg nach Amerika macht.
In Baltimore trifft sie auf den zwielichtigen Amerikaner Harold, mit dem sie dann in einem Wohnmobil durch die Vereinigten Staaten reist, um nach Dr. Wheeler zu suchen, einem Mann, der Rose in ihrer Kindheit sehr geholfen und sie wieder auf den richtigen Weg gebracht hat. Rose hat nämlich ein dunkles Geheimnis und außer ihr weiß nur noch der mysteriöse Dr. Wheeler davon. Auch Harold hat noch eine ganz persönliche Rechnung mit diesem Mann offen und was Rose nicht weiß: Ihr Begleiter ist auf Rache aus…
Im Ambassador Hotel in Los Angeles treffen die beiden dann schließlich auf Dr. Wheeler, der sich im Wahlkampagnentross des Präsidentschaftskandidaten Robert Kennedy tummelt.
Und dann fällt plötzlich ein Schuss…
,,Die Frau im gepunkteten Kleid‘‘ ist der letzte Roman, den Beryl Bainbridge vor ihrem Tod fertigstellen konnte, bevor sie nach kurzer Krebserkrankung im Juli 2010 starb.
Die britische Schriftstellerin wurde 1934 in der Nähe von Liverpool geboren. Ende der 50er Jahre entdeckte sie das Schreiben für sich. Bainbridges Romane, die häufig im Liverpool der Nachkriegszeit angesiedelt sind und Schicksale von Arbeiterfamilien behandeln, wurden mehrfach ausgezeichnet. Beryl Bainbridge war insgesamt fünfmal für den Booker-Preis nominiert. Im Jahr 2000 wurde die Autorin von Königin Elisabeth II. in den Adelsstand erhoben. Zuletzt lebte sie in London, wo sie schließlich vor zwei Jahren im Alter von 75 Jahren verstarb.
Viel Spaß beim Lesen!
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