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Buchporträt

 

Amit Chaudhuri - »Mrs Sengupta will hoch hinaus«

15. August 2012 | Geschrieben von T-Team

»Chaudhuri vermag in wenigen Sätzen eine Szene darzustellen - dank der Feinheit seiner Wahrnehmung, der Behutsamkeit, mit der er Beziehungen zeichnet und seinem Talent dafür, die Vergänglichkeit in Worte zu fassen.« - Sunday Times

    

Mrs Sengupta, Ehefrau eines aufstrebenden Geschäftsmannes, träumt von einer Karriere als Sängerin. Ihr Gesangslehrer Shyamji kämpft indes mit dem gewichtigen Erbe, das ihm sein Vater, ein viel gerühmter Sänger und geschätzter Guru, aufgebürdet hat, und ihr Sohn Nirmalya mit dem Erwachsenwerden in einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft.
Die Lebenshaltung der Mutter stößt bei Mrs Senguptas Sohn auf Widerspruch: Er interessiert sich mehr für Philosophie als für Luxus und Popkultur, besteht darauf, traditionellen Gesang zu lernen, und fordert damit nicht nur seine Mutter, sondern auch den Meister selbst heraus.

      

»Mrs Sengupta will hoch hinaus« ist ein leichtfüßig erzählter Gesellschaftsroman, zwischen dessen Zeilen eine leise, spitzfindige, erfrischende Ironie lauert, und dessen Reiz vor allem seine lebendigen Figuren ausmachen. Neben den Hauptfiguren – dem realistischen Shyamji, der ehrgeizigen und auf Prestige bedachten Mrs Sengupta, ihrem recht unreflektierten und still vor sich hinarbeitenden Ehemann Apurva, ihrem beschützten und nachdenklichen Sohn Nirmalya und dem verschlagenen Pyarelal, der ohne Probleme seine Haltung ändern kann, je nachdem wie es gerade von Vorteil ist – taucht eine ganze Reihe von Nebenfiguren auf, die nicht nur die Vielfalt der indischen Gesellschaft zu Beginn des ersten Wirtschaftswunders in Indien aufzeigen sondern auch ein Panorama an Lebensmodellen.

Chaudhuris Roman legt auf unterhaltsame Weise den Kern der östlichen Philosophie frei, vom Sinn des Seins an sich und vom Leben als Fluss, von Achtsamkeit und Akzeptanz.

     

Amit Chaudhuri wurde 1962 in Kalkutta geboren, wuchs in Bombay auf und studierte in London und Oxford. Seit seinem erzählerischen Debüt 1991 erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie den Commonwealth Writers Prize. Er ist Professor für Komparatistik an der University of East Anglia und Mitglied der Royal Society of Literature. 

     

 
 

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