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Buchtipp der Woche [Musik]

 

»Die Blaue Kuppel der Erinnerung« von Lars Saabye Christensen

21. Juni 2012 | Geschrieben von T-Team
Ab heute wollen wir euch eine neue Kategorie hier auf dem Blog vorstellen! Wir werden in aller Regelmäßigkeit unsere Aufmerksamkeit im „Buchtipp der Woche“ immer jeweils auf ein Buch legen, das wir bisher noch nie auf dem Blog behandelt haben und es dennoch schon lange verdient hat, erwähnt und besprochen zu werden.

Das Besondere an diesen Buchtipps wird sein, dass wir die Titel im Voraus hinsichtlich einer geeigneten Rubrik ordnen, sodass ihr auf den ersten Blick sehen könnt, um was es sich grob handelt.

 
Beginnen möchten wir in der Rubrik „Musik“. Viele literarische Romane entziehen ihren Plot der Welt der Musik und Klänge. Anna Enquists Roman „Kontrapunkt“ setzte sich so intensiv mit der Verbindung von Sprache und Musik auseinander wie kaum ein(e) Schriftsteller(in) vor ihr. Und wie Anna Enquist kommt auch der Autor des heute behandelten Buches aus Skandinavien. Genauer gesagt, aus Norwegen, wo auch seine Geschichte spielt.

 
In „Die blaue Kuppel der Erinnerung“ beschreibt Lars Saabye Christensen die wundersame Geschichte eines kleinen, dreizehnjährigen Jungen, der im Schaufenster eines Musikladens in seiner Heimatstadt Oslo eine 2250 norwegische Kronen teure rote Fender Stratocaster (die wohl berüchtigste E-Gitarre auf der Welt) sieht und beschließt, fortan alles zu tun, um sich dieses Instrument zulegen zu können und das, obwohl er bislang nicht wirklich etwas mit Instrumenten und ganz speziell Gitarren zu tun hatte. Er beginnt, Geld als Blumenbote dazuzuverdienen, doch so richtig Fahrt nimmt sein Leben erst im Laufe der Geschichte auf, als es zur schicksalhaften Begegnung mit der alten Dame Aurora kommt, die anders als er völlig in ihrer Vergangenheit zu leben scheint.

 
Christensen schreibt herrlich melancholisch und doch sehr harmonisch über das Oslo der 1960er Jahre. Seine eigene Geburtsstadt bekommt in diesem Roman so richtig Leben eingehaucht, und der Leser folgt dem Protagonisten auf Schritt und Tritt durch die Gassen und verwinkelten Straßen der norwegischen Hauptstadt. Und obgleich dieses Buch hin und wieder recht dunkel und düster anmutet, bewahrt Christensen durchaus den hellen Schein am Horizont und lässt Leser wie Protagonist Platz, sich so richtig in die Geschichte zu verlieben.

 
Seit 1976 hat Lars Saabye Christensen über vierzig Geschichten  und Romane geschrieben. Schon merhmals dienten seine Werke als Grundlage für Verfilmungen. Der Autor, geboren 1953 in Oslo, lebt auch heute noch in seiner Heimatstadt.

 

Hier findet ihr alle bisherigen Buchtipps der Woche aus allen Buchtippkategorien!

 
 

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