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Rund um die Welt

 

»Weiß wie Milch, rot wie Blut« von Alessandro D'Avenia

9. März 2012 | Geschrieben von T-Team

Heute führt uns unser Freitagsspecial in den ,,Stiefel‘‘ Europas, in das Land der Vespas, des guten Weins und des Kolosseums.  Die Rede ist natürlich von Italien.  Alessandro D’Avenias Debütroman ,,Weiß wie Milch, rot wie Blut‘‘ spielt in der italienischen Hauptstadt Rom und ist eine ganz besondere Geschichte über die erste große Liebe und wie es sich anfühlt, wenn sie einen das erste Mal trifft.

Leo ist ein ganz normaler 16-jähriger Junge, der sich vor allem für Fußball, Computerspiele und –natürlich - Mädchen interessiert. In seiner Freizeit macht er die Straßen Roms gerne mit seinem Moped unsicher, die Schule kümmert ihn eigentlich weniger, bis zu dem Tag, als er einen neuen, jungen Lehrer bekommt. Dieser schafft es die Schüler von Anfang an zu begeistern, indem er über Themen spricht, die sie interessieren, sie zum Nachdenken anregt und sie zur Realisierung ihrer Träume ermuntert, woher er auch Spitznamen »Der Träumer« hat.
Leo ist ein starker, mutiger junger Mann, doch er hat einen Feind: Die Farbe Weiß. In Leos Augen steht sie für all die Dinge die er nicht mag: Stille, Sehnsucht, Einsamkeit… Die Farbe Rot hingegen assoziiert er mit den guten Dingen der Welt: Liebe, Leidenschaft und Blut (Leben). Vielleicht hat er gerade deswegen ein Auge auf Beatrice geworfen, ein Mädchen aus seiner Klasse, mit rotem Haar. Er träumt schon lange davon ihr Herz zu erobern und schreibt ihr schließlich eine SMS mit einer Verszeile aus Dantes Vita Nova. Als sie nicht darauf antwortet ist er am Boden zerstört, doch er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Beatrice schwer krank ist – sie hat Leukämie. Ab dem Tag an dem der Träumer der Klasse mittgeteilt hat, wie es um das Mädchen steht, hat Leo nur noch eines im Sinn: Er will seine große Liebe retten. Er spendet ihr sein Blut, doch nach und nach muss er sich eingestehen, dass es ihr dadurch zwar kurz besser geht, er aber ihren Tod nicht aufhalten kann. In seiner Angst um Beatrice erkennt er nicht, dass seine beste Freundin Silvia eigentlich mehr Gefühle für ihn hat.
Als sie schließlich stirbt fällt Leo in ein tiefes Loch und zieht sich für einige Monate mit seinen Eltern aufs Land zurück, wo er jeden Kontakt zur Außenwelt meidet, auch den zu Silvia. Er fängt in dieser Zeit jedoch an zu begreifen, was Silvia wirklich für ihn empfindet und dass er das gleiche für sie fühlt. Nach seiner Rückkehr gesteht er ihr mit einem Gianna Nannini Song, den er vor ihrem Fenster singt, seine Liebe.


Der Autor Alessandro D’Avenia (Mitte dreißig) kommt ursprünglich aus Palermo. Mittlerweile lebt er aber in Mailand, wo er als Gymnasiallehrer Italienisch und Latein unterrichtet.

 

Bisher im Freitagsspecial »Rund um die Welt« erschienen:

 
 

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