Literaturverfilmung
Filmstart – Faust (2011)
Seit der Veröffentlichung von Goethes großem literarischem Meisterwerk Faust gab es zahlreiche Inszenierungen, Verfilmungen und Vertonungen des zeitlosen Klassikers und auch 2012 ist die Geschichte des strebsamen Wissenschaftlers Faust wieder in aller Munde.
Am 19.01.2012 startet nun endlich deutschlandweit das große Historiendrama Faust des russischen Regisseurs Alexander Sokurow auf unseren Kinoleinwänden.
Der Film gilt mit einem Budget von 10 Millionen Euro und mit Drehorten in Russland, Tschechien und Island als einer der aufwendigsten Filme in der russischen Filmgeschichte. In den Hauptrollen finden sich nicht nur russische, sondern auch deutsche und österreichische Schauspieler. Johannes Zeiler vom Wiener Schauspielhaus schlüpft in die Rolle des Universalgelehrten Faust, die als Lucrezia aus der TV-Serie Borgia bekannte Isolda Dychauk spielt Margarete und die Rolle des Wucherers Mauritius wird von Anton Adasinsky besetzt.
Das auf Deutsch gedrehte Werk basiert auf der gleichnamigen Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe, ist jedoch von Alexander Sokurow ganz eigen interpretiert und frei umgesetzt worden.
Der wissensdurstige Faust ist verzweifelt. Trotz zahlreicher Studien und Versuche findet er keine Antwort auf seine Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält. Mit einem Gifttrunk will er seinem Dasein ein Ende bereiten, wird jedoch von dem Pfandverleiher Mauritius daran gehindert. Durch Mauritius, der ihm anbietet das Glück auf Erden zu finden, lernt Faust die Welt und ihre sinnlichen Freunden von neuen Seiten kennen und verliebt sich in die schöne Margarete. Um ihr Herz zu gewinnen, schließt er mit Mauritius einen Pakt um seine Seele.
Am 8. September 2011 feierte der Film bei den 68. Internationalen Filmfestspielen von Venedig, dem weltweit ältesten Filmfest, seine Premiere mit großem Erfolg. Der Regisseur Alexander Sokurow erhielt dafür den Goldenen Löwen und setzte sich somit gegen die anderen 23 Beiträge durch.

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