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Zwischen Propaganda und Restriktion: Die Geschichte der DDR-Literatur

11. November 2011 | Geschrieben von T-Team
Nach dem Zusammenbruch des 3. Reichs und mit Beginn der Heimkehr zahlreicher Emigranten zurück nach Deutschland insbesondere in das Gebiet der späteren DDR entwickelte sich nach und nach eine neue, heute von manchem Kritiker noch immer nicht als eigenständig angesehene Literaturbewegung – die DDR-Literatur.

Anfangs war diese logischerweise vor allem politisch – um genau zu sein - antifaschistisch und sozialistisch geprägt, mit zunehmendem Einfluss der SED in Ostdeutschland wurde sie alsbald auch ein sozialistisch gelenktes Propagandamittel. In dieser ersten Phase (Man spricht heute von den 4 Phasen der DDR-Literatur), die Aufbauliteratur genannt wird, kreisen die Inhalte der entstandenen Werke hauptsächlich um den Kampf sozialistischer, zu Helden stilisierter Protagonisten gegen alte, dem Sozialismus verfeindete Kräfte.
Der Bau der Mauer 1961 war dann nicht nur für die DDR-Bürger ein markanter Einschnitt, auch für die Literatur ihres Landes war sie richtungweisend. So entwickelte sich in der Folge der Grenzschließungen eine zweite Literaturphase – Die Ankunftsliteratur, die geprägt war vom liberalen und jugendlichen Stil, den die Politik zu dieser Zeit vorlebte. In der Literatur nannte man diese in der Zeit zwischen 1961 und 1965 auch den „Bitterfelder Weg“. Die Autoren jener Zeit, unter ihnen auch bekannte Größen wie Christa Wolf und Brigitte Reimann, schrieben davon, wie die Menschen mit den neuen Lebensumständen des „Gefangenseins“ in einem Land sowie mit ihren alltäglichen Problemen und Aufgaben fertig werden. In den Jahren danach nahmen jedoch die Restriktionen im Kulturbereich und der Eingriff des Staates auf die Inhalte literarischer Werke wieder zu. Es kam zu Verboten, Indizierungen und Ausschlüssen von Schriftstellern aus Universitäten und der SED.
Unter der Regentschaft von Erich Honecker in den 70er Jahren entwickelte sich eine dritte, liberale Phase der DDR-Literatur. Solange sozialistische Wertvorstellungen und Weltanschauungen berücksichtigt wurden, durften sich einheimische Autoren wieder freier in ihren Büchern entfalten. Doch auch diese „liberale“ Phase endete damit, dass viele Schriftsteller ins Ausland flüchteten bzw. wie der berühmte Wolf Biermann ausgebürgert wurden.
Die danach folgende letzte Literaturphase nennt sich Untergrundliteratur und ist genau als solche zu verstehen. Die DDR-Schriftsteller teilten sich in zwei Lager. Die einen schrieben weiter regimegetreue Texte, welche als solche auch weithin anerkannt wurden, andere hüllten ihre Botschaften fortan in eine Sprache, „die die Stasi nicht [verstand]“. So gelang es den literarischen Rebellen der 80er Jahre, Kritik und andere verbotene Inhalte unter dem Schleier der Legalität unter das Volk zu bringen. Hier erwähnenswert sind unter anderem Stefan Döring, Uwe Kolbe und Detlef Opitz. 
Seit der Maueröffnung und der Wiedervereinung sind jetzt mehr als 20 Jahre vergangen. Schon vor dem Zerfall der DDR haben sich die BRD- und DDR-Literatur schon weitestgehend aneinander angenähert, mittlerweile ist es schwer, einen Autoren von heute noch klar einer der beiden Seiten zuzuordnen, so sehr sind sie mittlerweile wieder verschmolzen. DDR-Literatur als solche gibt es freilich auch nicht mehr in dem Sinn, wie sie zwischen 1945 und 1990 existiert hat. Doch kann man sie trotzdem hier und da immer mal wieder aufblitzen sehen. Bei Eugen Ruge zum Beispiel, der für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ den deutschen Buchpreis 2011 gewann. Er erzählt dabei die Geschichte einer ostdeutschen Familie über vier Generationen hinweg, von den 50er bis Ende der 80er und schuf eine beeindruckte Innenansicht der Deutschen Demokratischen Republik.

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Quellen:www.wikipedia.de
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