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TOP 100 BOOKS OF ALL TIME

 

Franz Kafka – »Das Schloss«

26. August 2011 | Geschrieben von T-Team

Heute möchten wir euch zum vorerst letzten Mal ein Buch aus unserer Kategorie »TOP 100 BOOKS OF ALL TIME« vorstellen.
Die Reise führt uns dieses Mal ins ehemalige Österreich-Ungarn (heute Tschechien) zu Franz Kafka.

Franz Kafka wurde hauptsächlich durch drei Romane sowie drei Romanfragmente bekannt und wir möchten uns heute einem dieser rätselhaften Fragmente widmen: »Das Schloss«

Im Januar 1922 begann Kafka mit der Niederschrift des Romans, beendete diese jedoch im August 1922 wieder. Bis heute ist nicht klar, ob er geplant hatte, einen kompletten Roman zu schreiben. Kafka erlitt zu dieser Zeit mehrere Angstattacken und wurde zunehmend psychisch instabiler worauf die vorzeitige Beendigung des Romans zurückzuführen ist.

Das Fragment handelt von dem Landvermesser K. (diese Berufung wurde allerdings nie bestätigt), der eines Tages ein Dorf bei einem herrschaftlichen Schloss erreicht. Er übernachtet in dem Dorf, wird jedoch von einem Botschafter des Schlosses darauf hingewiesen, dass man sich nur mit Erlaubnis des Schlosses im Dorf aufhalten dürfe. Da K. sich als Landvermesser vorstellt, wird ihm der Aufenthalt im Dorf dennoch gewährt. Das Schloss und die an der Schlosshierarchie oben stehenden Beamten, die allerdings nie bei den Dorfbewohnern auftauchen, haben die bürokratische Kontrolle über das Dorf was sich für die Bewohner als beängstigend und unheimlich erweist. Nur für K. hat das Schloss eine faszinierende und anziehende Wirkung und bald birgt in ihm nur noch das Verlangen sich dem Schloss zu nähern. Jedoch wird dieses Bedürfnis nie gestillt und das Geheimnis um das Schloss bleibt ihm weiterhin verborgen. Für K. ist dies ein verheerender Rückschlag und er verfällt in eine Art Lethargie angesichts der Undurchschaubarkeit des Schlosssystems. K. richtet sich an die Dorfbewohner und nach mehreren Gesprächen mit diesen bricht der Roman ab …

Die Erzählperspektive des Romanfragmentes ist nicht eindeutig definierbar, da die ersten beiden Kapitel noch in der »Ich-Form« geschrieben sind. Kafka wich jedoch ab dem dritten Kapitel diesem Schema ab, und verwendete zunehmend die »Er-Form«. Auch ist ein eindeutiger Handlungsstrang nicht zu erkennen was sich vor allem an den vielen Streichungen gegen Ende des Manuskriptes verdeutlicht.

»Das Schloss« wurde 1926 von Max Brod veröffentlicht (Kurt Wolff Verlag) und wurde sowohl in den Jahren 1968, 1994 als auch in 1997 verfilmt. Das Manuskript befindet sich derzeit in der Bodleian Library in Oxford.

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