Angestaubt
Stefan Heym – Lassalle
»Ferdinand Lassalle von der Hand eines ungarischen Adligen im Duell tödlich verletzt!« oder »Lassalle an den Folgen des Duells gestorben!« – diese aufsehenerregenden Meldungen lösten im August 1864 die gegensätzlichen Reaktionen aus: Trauer, verständnisloses Kopfschütteln, Neugier, Spott, mancherorts auch Genugtuung.
Wer war Ferdinand Lassalle?
»Ich habe die Inventur meines Lebens gemacht. Es war groß, brav, wacker, tapfer und glänzend genug. Eine künftige Zeit wird mir gerecht zu werden wissen.« So soll Ferdinand Lassalle wenige Wochen vor seinem Tod über sein eigenes Leben gesprochen haben.
Der Sohn des Kaufmanns Lassel aus Breslau hatte Rechtswissenschaften studiert und später unter dem Namen Lassalle als Politiker, brillanter Redner und Organisator der jungen Arbeiterbewegung von sich reden gemacht. Aber man kannte ihn auch auf Empfängen und Bällen der »großen« Gesellschaft, als charmanten Plauderer. Seine Frauengeschichten füllten die Klatschspalten der Zeitungen und nährten die Salongespräche.
Stefan Heyms historischer Roman schildert ein Jahr im Leben Lassalles, das Jahr vor seinem Tod. In Rückblenden und Reflexionen, in der Auseinandersetzung mit seiner Welt kommen Lassalles Stärken zum Vorschein – und seine Grenzen.
»Stefan Heym hat ein Werk geschaffen, das weit mehr als ein historischer Roman ist. Es dürfte kaum einen Leser geben, der nicht von der widerspruchsvollen und doch so genialen Persönlichkeit Lassalles gefesselt würde.«  Neue Zürcher Zeitung

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übirgens 29.08.2011 09:15 - (Antwort)
Lassalle spielt auch eine Rolle im äußerst unterhaltsamen Hörbuch "Marx und Engels intim", wo ihm wüste Beschimpfungen zuteil werden:
http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?mid=1&serviceAvailable=true&showpdf=false&edi=293047#tabbox