Wissenswert
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels
Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gibt es nun schon seit 1950 und hat sich zu einer der bedeutendsten Plattformen für die Diskussion über Frieden und über die Verständigung zwischen den Menschen und Völkern entwickelt. ARD und ZDF wechseln sich mit den Übertragungen regelmäßig ab.
Die Ursprungsidee des Stiftungsgründers war die, dass der Preis dazu beitragen soll, dass sich Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus seiner kulturellen Isolation befreit und wieder humanistisches Gedankengut in die Gesellschaft miteinbringt. Ausgezeichnet werden sollten diejenigen, die mit ihrer Arbeit in den Bereichen Literatur, Wissenschaft und Kunst für den Frieden eintreten. Als der Preis zum ersten Mal verliehen wurde, war die Überraschung groß, mit welchem Interesse nicht nur Deutschland sondern auch Skandinavien und andere Länder die Verleihung verfolgten. Den Titel »Die Bürgerkrone der Menschlichkeit« erwarb sich der Preis durch seine hohe Bedeutung der gehaltenen Reden, die immer auf aktuelle Ereignisse der Weltgeschichte eingehen. Wie zum Beispiel die Rede von David Grossman, in der er 2010 über den Verlust seines Sohnes durch den Krieg zwischen Israel und dem Libanon sprach und trotzdem – oder vielleicht genau aus diesem Grund – weiterhin für den Frieden kämpft.

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