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Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

15. August 2011 | Geschrieben von T-Team
Man glaubt es kaum, aber die Frankfurter Buchmesse steht schon fast wieder vor der Tür. Im Rahmen dieser Messe wird wie jedes Jahr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche verliehen. Dieses Jahr geht der Preis, der mit einer Summe von 25.000 Euro dotiert ist, an den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal.

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels gibt es nun schon seit 1950 und hat sich zu einer der bedeutendsten Plattformen für die Diskussion über Frieden und über die Verständigung zwischen den Menschen und Völkern entwickelt. ARD und ZDF wechseln sich mit den Übertragungen regelmäßig ab.
Die Ursprungsidee des Stiftungsgründers war die, dass der Preis dazu beitragen soll, dass sich Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aus seiner kulturellen Isolation befreit und wieder humanistisches Gedankengut in die Gesellschaft miteinbringt. Ausgezeichnet werden sollten diejenigen, die mit ihrer Arbeit in den Bereichen Literatur, Wissenschaft und Kunst  für den Frieden eintreten. Als der Preis zum ersten Mal verliehen wurde, war die Überraschung groß, mit welchem Interesse nicht nur Deutschland sondern auch Skandinavien und andere Länder die Verleihung verfolgten. Den Titel »Die Bürgerkrone der Menschlichkeit« erwarb sich der Preis durch seine hohe Bedeutung der gehaltenen Reden, die immer auf aktuelle Ereignisse der Weltgeschichte eingehen. Wie zum Beispiel die Rede von David Grossman, in der er 2010 über den Verlust seines Sohnes durch den Krieg zwischen Israel und dem Libanon sprach und trotzdem – oder vielleicht genau aus diesem Grund – weiterhin für den Frieden kämpft.

 
 

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