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TOP 100 BOOKS OF ALL TIME

 

Tausendundeine Nacht

12. August 2011 | Geschrieben von T-Team
Es ist wieder Freitag und auch diesmal haben wir einen ganz besonderen Schatz aus den TOP 100 BOOKS OF ALL TIME für euch ausgesucht. Wer von uns kennt sie nicht, die Geschichten von »Sindbad der Seefahrer«, »Ali Baba und die 40 Räuber« oder »Aladdin und die Wunderlampe«. Einige werden diese Geschichten durch Walt Disney oder anderen Zeichentrick- und Filmstudios kennen, anderen wiederum kommen sie wahrscheinlich aus einem ganz anderen Grund bekannt vor. Und die meisten wissen auch bestimmt, wer diese Geschichten erzählt hat – und warum. Es war die Tochter eines Wesirs, die Frau eines persischen Königs und sie erzählte die Geschichten, um ihr Leben zu retten. Ihr Name: Scheherazade.

»Tausendundeine Nacht« erzählt die Geschichte eines persischen Königs, der einst von seiner ersten Frau betrogen wurde und diese in seinem Zorn tötete. Seit diesem Tag heiratet er jeden Tag eine andere Frau – nur um sie am darauffolgenden Morgen zu töten. Die Tochter des Wesirs erfährt von diesen Gräueltaten und möchte versuchen, den König daran zu erinnern, was das Leben lebenswert macht. Scheherazade willigt ein seine Frau zu werden und um dem Tot am Morgen zu entgehen, erzählt sie dem König die ganze Nacht eine Geschichte. Als es Morgen wird endet sie an der spannendsten Stelle. Der König, der unbedingt erfahren möchte, wie die Geschichte ausgeht, gewährt seiner Frau daraufhin einen Aufschub von einem Tag. Am Abend trifft sich das frisch getraute Ehepaar erneut im Schlafzimmer und Scheherazade erzählt die Geschichte zu Ende – nur um gleich im Anschluss eine neue zu beginnen. Auf diese Weise verschafft sich die Frau des Königs einen Aufschub von 1001 Nacht.
Für das Ende von »Tausendundeine Nacht« gibt es verschieden Versionen. In einer davon hat Scheherazade sogar schon drei Kindern das Leben geschenkt. Der Kerngedanke ist bei allen jedoch der gleiche: Scheherazade hat es geschafft, ihren Mann aus seinen dunklen Gedanken zu befreien, sodass dieser wieder unbeschwert sein Leben genießen kann, zusammen mit seiner Frau.

Trotz der weit verbreiteten Meinung ist diese Märchensammlung, deren schriftliche Aufzeichnungen bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen, nicht für Kinder geschrieben, sondern für Erwachsene, was nicht zuletzt an den teilweise sehr erotischen Schilderungen liegt. Trotzdem wird die orientalische Märchensammlung zur Weltliteratur gezählt. Dies liegt vor allem an dem verschachtelten Aufbau, dessen Rahmenhandlung die Geschichte von Scheherazade und ihrem König ist, in der viele verschiedene und in sich geschlossene Geschichten eingebettet sind. Das Besondere an diesen Geschichten ist ihr Alter. In den Jahren der Überlieferung wurden immer wieder neue Geschichten hinzugefügt, sodass mittlerweile mehr Geschichten existieren, als in 1001 Nacht passen würden. Die älteste Geschichte ist die Rahmenhandlung mit fast 2000 Jahren. Man könnte also fast sagen »Tausendundeine Nacht« heftet selbst etwas Märchenhaftes an. Die Entstehungsgeschichte liest sich wie ein spannender Roman. Aber das Märchen aus 1001 Nacht ist noch nicht zu ende. Erst letztes Jahr ist die Orientalistin Claudia Ott auf bisher unveröffentlichte Aufzeichnungen gestoßen. Auf die Frage hin, wie so etwas möglich sei, antwortete Christina Ott der Zeitung Die Zeit: »Es gibt in der Orientalistik eine Masse noch nicht erforschter Texte. Das Fach ist klein, und die Textmengen sind riesig.«

Weitere Titel:
• Mark Twain – »Die Abenteuer des Huckleberry Finn«

• Leo Tolstoi – »Anna Karenina«

• Thomas Mann – »Der Zauberberg«

• Robert Musil - »Der Mann ohne Eigenschaften«

• Virgina Woolf - »Die Fahrt zum Leutturm«

 
 

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