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Klassiker

 

Oh Graus!

18. Mai 2011 | Geschrieben von T-Team

Ein Graf mit einem speziellen Biss.
Ein Monster, das nach Liebe sucht.
Ein Arzt mit einem unheimlichen zweiten Ich.

Heute haben wir drei Klassiker der Horror-Literatur für euch – mit echter Gänsehaut-Garantie!

Jonathan Harker, ein Londoner Kanzleiangestellter, reist nach Transylvanien zum Schloss des Grafen Dracula, um mit ihm über den Kauf eines Grundstücks in London zu verhandeln. Harker wird in dem alten Gebäude Zeuge unheimlicher Ereignisse und muss feststellen, dass es sich bei Graf Darcula um einen Vampir handelt. Entsetzt flieht Harker aus dem Schloss. Doch Dracula folgt ihm nach London, wo er Harkers Verlobte Mina und deren beste Freundin Lucy in seinen Bann zwingt. Harker schließt sich nach seiner Rückkehr einer Gruppe von Vampirjägern um Professor van Helsing an, die Dracula gemeinsam zu seinem Schloss zurückverfolgen, um seiner unnatürlichen Existenz ein Ende zu bereiten.
Am 18. Mai 1897 wurde Bram Stokers »Dracula« als erster Vampirroman der Literaturgeschichte veröffentlicht. Der berühmte Vampir war bzw. ist immer noch Vorbild für zahlreiche Romane, Filme und Theaterstücke und begeistert bis heute Leser aus aller Welt.

Ein weiterer Klassiker, der viele Bühnenadaptionen und Verfilmungen erfahren hat, ist Mary Shelleys »Frankenstein«. Der Roman über die Erschaffung eines künstlichen Menschen, erstmals 1818 anonym erschienen, ist eine Kostbarkeit in der romantischen Schauerliteratur.
Captain Walton, ein englischer Forscher, greift in der Arktis den jungen Schweizer Wissenschaftler Victor Frankenstein auf, der ihm daraufhin von den Ereignissen erzählt, die ihn in den eisigen Norden verschlagen haben: Besessen von der Idee, Leben zu erschaffen, lässt Frankenstein die Gräber jüngst Verstorbener ausplündern, damit er aus Leichenteilen einen neuen Menschen erschaffen kann. Frankensteins Experiment gelingt, doch der neue Mensch, den er erschafft, ist ein Monster, so grässlich anzusehen, dass sein Schöpfer es verstößt. Als es ihn später wieder aufsucht, erzählt es Victor Frankenstein von dem grausamen Schicksal, das ihm unter den Menschen widerfahren ist und bittet ihn, ihm eine Gefährtin zu erschaffen. Erst stimmt Frankenstein zu, distanziert sich dann jedoch erschrocken von dem Projekt, worauf das Monster Freunde und Familie seines Schöpfers tötet und flieht. Victor Frankenstein folgt seiner Kreatur bis in die Arktis, wo ihn der Schiffskapitän findet.

Die Erzählung »(Der seltsame Fall des) Dr. Jekyll und Mr. Hyde« (1886) von Robert Louis Stevenson erzählt vom Sonntagsspaziergang des Notars Gabriel Utterson und seines Begleiters Richard Enfield, die dem unheimlichen, zwergwüchsigen Mr. Hyde begegnen. Dieser scheint in einem merkwürdigen Verhältnis zum ehrenhaften Dr. Jekyll zu stehen. Nachforschungen Uttersons bestätigen den Verdacht, dass es sich bei dem Arzt und Mr. Hyde um die gleiche Person handelt. Die nachgelassenen Aufzeichnungen Dr. Jekylls schließlich liefern den sicheren Beweis: Dr. Jekyll, der an einer Identitätsstörung litt und die düsteren Seiten seines Naturells konsequent unterdrückte, ist es gelungen, ein Elixier herzustellen, das ihm eine Dissoziation in die negative, missgestaltete Figur des Mr. Hyde erlaubt, der all jene negativen Energien auslebt, die Jekyll in sich unterdrückt hat. Zunehmend jedoch gewinnt die Abspaltung des Mr. Hyde Oberhand über die des Dr. Jekyll, was sich auch physisch in ihrem Wachstum und der zunehmenden Dauer der Metamorphosen zeigt. Um der Gefahr zu entgehen, sich eines Tages nicht mehr zurückverwandeln zu können, begeht Dr. Jekyll schließlich Selbstmord.

 
 

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