Leipziger Buchmesse
Preis der Leipziger Buchmesse
Mit der Leipziger Buchmesse startet heute die, nach Frankfurt, zweitgrößte Buchmesse des Landes. Bis zum Sonntag dreht sich hier 4 Tage lang alles rund ums Buch. Und wo eine große Messe stattfindet, darf natürlich auch ein Preis nicht fehlen. Da die Verleihung bereits heute um 16 Uhr beginnt, hier die wichtigsten Informationen im Überblick:
Der Preis der Leipziger Buchmesse wurde erstmals 2005 vergeben, nachdem zuvor der Börsenverein den in den Jahren 2002 bis 2004 vergebenen Deutschen Bücherpreis zugunsten des Deutschen Buchpreises der Frankfurter Buchmesse abgesetzt hatte.
Seither wird am ersten Messetag jeweils eine Neuerscheinung in den Bereichen Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung geehrt und mit 15.000 Euro prämiert.
»Anspruch der Jury ist es, herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen zu ehren, womit der Preis unmittelbar an das Konzept der Leipziger Buchmesse als Forum für Autoren und Literaturvermittlung anschließt. Unterstützt wird der "Preis der Leipziger Buchmesse" durch den Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin (LCB).«» Website: Preis der Leipziger Buchmesse
Eingereicht wurden in diesem Jahr 480 Titel aus 131 Verlagen. Davon wurden zunächst fünf Titel je Kategorie nominiert. Unmittelbar vor der Preisverleihung stimmt die Jury dann über die Preisträger ab. Bei Stimmgleichheit zählt die Stimme der Juryvorsitzenden, Verena Auffermann, doppelt.
Nominiert sind:
Im Bereich Belletristik
Anna Katharina Fröhlich: "KreamKorner" (Berlin Verlag),
Arno Geiger: "Der alte König in seinem Exil" (Carl Hanser),
Wolfgang Herrndorf: "tschick" (Rowohlt),
Clemens J. Setz: "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" (Suhrkamp),
Peter Stamm: "Seerücken" (S.Fischer)
Im Bereich Sachbuch/Essayistik
Patrick Bahners: "Die Panikmacher. Die Deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift" (C.H.Beck), Andrea Böhm: "Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo" (Pantheon),
Karen Duve: "Anständnig Essen. Ein Selbstversuch" (Galiani),
Marie Luise Knott: "Verlernen. Denkwege bei Hannah Arendt" (Matthes & Seitz),
Henning Ritter: "Notizhefte" (Berlin Verlag)
Im Bereich Übersetzung
Aus dem Russischen neu übersetzt und kommentiert von Barbara Conrad: Lew Tolstoi "Krieg und Frieden" (Carl Hanser),
Aus dem Altfranzösischen von Ralph Dutli: anonym "Fatrasien. Absurde Poesie des Mittelalters" (Wallstein),
Aus dem Portugiesischen von Maralde Meyer-Minnemann: AntónioLobo Antunes "Mein Name ist Legion" (Luchterhand),
Aus dem Ungarischen von Terézia Mora: PéterEsterházy "Ein Produktionsroman (Zwei Produktionsromane)" (Berlin Verlag),
Aus dem argentinischen Spanisch von Dagmar Ploetz: Carlos Busqued "Unter dieser furchterregenden Sonne" (Antje Kunstmann)
Achja, ein Publikumsliebling im Bereich Belletristik wurde bereits per Onlineabstimmung ermittelt. Zumindest hier hatte Wolfgang Herrndorfs Roman "tschick" mit knapp 40% der Stimmen die Nase vorn. Jetzt sind wir gespannt, was die Jury sagt!

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