Argentinien-Special
Argentinien – »Cultura en Movimiento«
Argentinien – das zweitgrößte Land in Südamerika – ist unter dem Motto »Cultura en Movimiento« (Kultur in Bewegung) Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse 2010, die in der nächsten Woche stattfinden wird. Wir wollen den Anlass nutzen, um in den kommenden Tagen diese Nation, speziell ihre Literatur näher kennenzulernen.
Geht nun also mit uns auf eine literarische Reise durch ein vielfältiges Land, das neben dem argentinischen Tango, Empenadas und Fußballbegeisterung weit mehr zu bieten hat!
Argentiniens Literaturszene ist vielfältig. Mit dem »Modernismo« um 1900 beginnt die Suche nach einer eigenen Sprache, die sich erst mit Jorge Luis Borges herauskristallisiert.
Er, selbst Argentinier, bezeichnete sich und seine Landsleute einmal scherzhaft als »Italiener, die Spanisch sprechen und gerne Engländer wären, die glauben, in Paris zu leben«. Damit hob er die Mischung des Volkes aus Einwanderern verschiedener europäischer Länder hervor, die sich in der argentinischen Kultur deutlich bemerkbar macht.
Weniger bekannt ist das Werk von Julio Cortázar, der mit seinem Roman »Rayuela« (1963) einen großen Einfluss auf die lateinamerikanischen Autoren des »Booms« (ab ca. 1960) ausgeübt hat. Ebenso wichtig ist der Romancier und Drehbuchautor Manuel Puig, der sexuelle und politische Unterdrückung in seinem Roman »El beso de la mujer araña« (»Der Kuss der Spinnenfrau«, 1976) demonstriert.
In jüngster Zeit entstehen neue Autorengruppen, die sich in Galerien, alten Fabrikhallen, Kulturzentren und Diskotheken versammeln und unabhängige Zeitschriften sowie das Internet als Publikationsorgane nutzen. Vielversprechende Erzähler sind z.B. Alan Pauls, Samanta Schweblin, MartÃn Kohan und MartÃn Caparrós, von denen ihr in dieser Woche noch mehr erfahren werdet.
Quellen: argentina-online.de, wikipedia.de

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